Jugendarbeitsschutzgesetz

Das Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) schreibt vor, dass Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren keiner Erwerbsarbeit nachgehen dürfen (§ 5). Kinder im Sinne des Jugendarbeitsschutzgesetzes sind junge Menschen unter 15 Jahren, Jugendliche sind junge Menschen unter 18 Jahren. Das Gesetz gilt nicht "für geringfügige Hilfeleistungen, soweit sie gelegentlich aus Gefälligkeit, auf Grund familienrechtlicher Vorschriften, in Einrichtungen der Jugendhilfe und zur Eingliederung Behinderter erbracht werden" und nicht "für die Beschäftigung durch die Personensorgeberechtigten im Familienhaushalt" (§ 1). Unter das Gesetz fallen alle Beschäftigungen, wenn die Arbeitsleistung in abhängiger Stellung auf Weisung eines anderen erbracht wird, wenn sie Arbeit im wirtschaftlichen Sinne ist und der wirtschaftliche Nutzen dem zugute kommt, der die Weisung erteilt, und wenn die Arbeitsleistung zumindest aufgrund einer festen Bindung zwischen dem Kind und dem Arbeitgeber erbracht wird und die Bindung mit einer Verpflichtung aus einem Arbeitsvertrag vergleichbar ist.

Jugendliche (ab 15 Jahren) dürfen während der Schulferien für höchstens vier Wochen arbeiten, unterliegen dabei aber selbstverständlich dem JArbSchG (vgl. Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz), was die Gestaltung der Arbeitsbedingungen angeht.

Schließlich gibt es für Kinder auch Ausnahmen (§ 6 JArbSchG) für Theater- und Musikveranstaltungen, Filmaufnahmen, Fernseh- und Hörfunkproduktionen sowie die dazugehörigen Proben. Diese Arbeiten müssen vom Arbeitgeber bei der zuständigen Behörde beantragt werden. in Rahmen der Genehmigung werden dann auch die Modalitäten festgelegt. Das Bundesgesetz regelt nur die Mindeststandards.

Tipps für Schüler:

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